Libidoverlust beim Mann: Ursachen und Hilfe

Bei vielen Menschen herrscht das Bild vor, dass Männer die sind, die jederzeit „willig“ und scharf auf Sex sind. Hat ein Mann dann ein Mal oder über einen längeren Zeitraum keine Lust auf Sex, kann das nicht nur an der Beziehung, sondern auch an seinem Selbstwertgefühl nagen. Der nun folgende Text erklärt, wie und weshalb es bei einem Mann zum Libidoverlust kommen kann, wie sich der Libidoverlust auf das Sexlebenauswirken kann und was man gegen den Libidoverlust beim Mann tun kann.

Ursachen für den Libidoverlust beim Mann

Mit 15% sind mehr Männer von einem Libidoverlust betroffen, als man vermuten würde. Die Ursachen für solch einen Libidoverlust sind meisten vielfältig. So können körperliche Faktoren wie beispielsweise chronische Erkrankungen, Hormonstörungen und der Konsum von Medikamenten oder Drogen ebenso eine Rolle spielen wie eine lange Arbeitslosigkeit, das generelle Gefühl, überfordert zu sein und Depressionen und Beziehungsprobleme. Aber auch die immer weiter fortschreitende Emanzipation der Frau und die damit verbundenen steigenden Ansprüche an den Mann können dazu führen, dass ein Mann so verunsichert ist, dass er es vorzieht, seine Sexualität nur noch mit Hilfe von Fantasien oder Erotikfilmen auszuleben. Kriselt es in der Beziehung, kann das für einen Mann so belastend sein, dass er einfach jede Lust auf Sex verliert. Aber auch ein eher negatives Körperbild und die damit einhergehende Angst vor Ablehnung kann so groß werden, dass jede Lust auf Sex verloren geht. Während bei jüngeren Männern die Ursachen für den Libidoverlust vor allem in gesellschaftlich nicht unbedingt anerkannten sexuellen Vorlieben, Erektionsproblemen und Fragen der sexuellen Orientierung zu finden sind, spielen bei Männern über 45 hauptsächlich körperliche Faktoren eine Rolle.

Wenn die Lust fehlt

Hat ein Mann über einen längeren Zeitraum keine Lust mehr auf körperliche Nähe und Intimitäten, kann das schnell die Beziehung belasten. Denn die Partnerinnen der Betroffenen sehen sich dann häufig mit der Vermutung konfrontiert, dass es an ihnen liegt. Auch die Vermutung, dass der Mann eine Affäre hat, kann da schnell aufkommen. Reagieren die Frauen auf einen Libidoverlust zuerst noch mit Verständnis, kann dieses Verständnis schnell in Unverständnis und Vorwürfe umschlagen. Manche Frauen gehen sogar so weit, ihre sexuellen Bedürfnisse außerehelich auszuleben oder ihrem Mann ein Ultimatum zu setzen. Manchmal verweigern betroffene Frauen ihrem Partner dann sogar jede Art von körperliche Nähe, was den Mann dann wiederum nur noch mehr stresst und die Wahrscheinlichkeit, dass der Libidoverlust zurückgeht, senkt.

Tipps gegen die Unlust

Liegt die Vermutung nahe, dass der Libidoverlust vor allem von zu viel Stress herrührt, könnte es durchaus angebracht sein, sich einfach mal eine Auszeit zu gönnen. Eventuell können auch Gespräche mit der Partnerin dem Mann die Angst vor dem Versagen nehmen. Am empfehlenswertesten ist es jedoch, beim Vorliegen dieser Problematik den Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann einen dahingehend beratend, ob es besser wäre, sich an einen Psychotherapeuten zu wenden, um eventuelle seelische Ursachen abzuklären, oder ob ein Besuch bei einem Urologen eher angebracht ist. Ein Urologe könnte dann überprüfen, ob irgendwelche körperlichen (Hormon-) Störungen vorliegen, die medikamentös behandelt werden können. Hat der Libidoverlust einen negativen Einfluss auf die Paarbeziehung, kann ein Gespräch bei einem Paartherapeuten oder bei einer Beratungsstelle hilfreich sein.

Es gibt viele verschiedene Faktoren, die dazu führen können, dass ein Mann plötzlich keine Lust mehr auf Intimitäten hat. Am besten ist es in so einem Fall, einen Arzt aufzusuchen, um herauszufinden, wie es zu dem Libidoverlust gekommen ist, und was dagegen getan werden kann.

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