( 4 von 5 Sternen)

Badoo App

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Unser Testergebnis

  • Überzeugendes Bewertungssystem
  • Intuitiv bedienbar
  • Viele Funktionen kostenlos nutzbar
  • Große Nutzerbasis
  • Finden gemeinsamer Facebook-Freunde
  • Selbst mit Premium-Account eingeschränkt
  • Hoher Männerüberschuss
  • Viele Fakes

Anzahl der Mitglieder

260.000.000

Verhältnis Mann/Frau

Allgemeine Qualität

Kundendienst

Anmeldung

Den Einstieg macht Badoo leicht: Nach der Installation ist direkt eine Anmeldung über das Facebook-Profil möglich – und sogar ratsam. Denn anders bei vergleichbaren Apps dient die Anmeldung über das soziale Netzwerk nicht nur dazu, die Registrierung zu umgehen, vielmehr wird bereits die Freundesliste des Profils genutzt. Denn bei jedem potenziellen Flirt wird gleichzeitig auch überprüft, ob gemeinsame Facebook-Freundschaften bestehen. Sollte das der Fall, kann vielleicht gleich der virtuelle Freundeskreis über das kommende Date befragt werden. Allzu gering sind die Chancen dazu übrigens nicht, denn die App nutzt ebenso Standort-Informationen, um lokale Flirtpartner anzuzeigen. Wie dieser Mehrwert aus Sicht des Datenschutzes beurteilt wird, mag fraglich sein – den Flirtspaß erhöht es aber ungemein. Zusätzlich sollte das Profil noch um einige Angaben erweitert werden. Neben Beruf und Hobbies wird hier auch der Zweck des Unterfangens geklärt, denn einige Nutzer suchen auch nur Freundschaften. Bei Badoo gilt mehr noch als sonst in der Welt der Flirt-Apps, dass Bilder mehr sagen als Worte. Bei der Anmeldung sollten also aussagekräftige Profilbilder nicht fehlen.

Kostenlose Services

Die Konkurrenz unter den Anbietern ist groß, folglich hilft ein kostenloses Angebot weiter, um sich entscheidende Vorteile zu sichern. So lassen sich prinzipiell alle Funktionen nutzen, ohne dafür zu bezahlen. Dabei ist es einfach möglich sich Nachrichten zu schreiben und mit den Mitgliedern in Kontakt zu treten. Auch „Matches“ lassen sich erzeugen: Badoo schlägt Flirtpartner aus der aktuellen Umgebung vor, die dann anhand der Profilbilder bewertet werden. Die Devise heißt dabei hop oder top; ein Profil kann entweder gemocht oder abgelehnt werden. Haben beide Mitglieder ihre Bilder positiv bewertet, kommt ein Kontakt zustande. Auf diese Weise lässt sich bereits ohne viel Mühe ein Kontakt herstellen. Auch wenn diese Funktionen alle kostenlos zur Verfügung stehen: Bezahlt wird mit den eigenen Daten. So lassen sich Profil-Details erst einsehen, wenn auch das eigene Profil bereits zu einem beträchtlichen Teil ausgefüllt wurde. Auch die eigenen Bilder können erst von anderen Nutzern bewertet werden, wenn selbst genug eigene Bewertungen vorliegen.

Kostenpflichtige Services

Der Eindruck, dass Badoo vor allem an den eigenen Daten interessiert ist, setzt sich fort: Gewisse Funktionen lassen sich trotz kostenloser Mitgliedschaft nutzen, wenn App-eigene Punkte eingelöst werden. Diese Punkte erhalten Nutzer, wenn Umfragen oder Angebote der Werbepartner angekommen werden. Die kostenpflichte „Superpowers“-Funktion ermöglicht es darüber hinaus, bevorzugt gefunden zu werden. Außerdem werden die eigenen Nachrichten vor jenen der Konkurrenz angezeigt. Wer wissen will, wie die eigenen Profilbilder bewertet werden, kommt um den kostenpflichtigen Account ebenfalls nicht herum. Unverständlich ist allerdings, dass selbst beim Premium-Profil noch Beschränkungen bestehen: So lassen sich täglich maximal zehn neue Flirt-Partner kontaktieren. Soll das Volltreffer-Spiel zur Bewertung der Fotos häufiger gespielt oder sollen einfach mehr Nachrichten versendet werden, werden zusätzliche Punkte benötigt. Die dafür notwendigen Punkte lassen sich dabei selbstverständlich auch kaufen. Für die reine Premium-Mitgliedschaft werden übrigens maximal 8,49 Euro monatlich fällig, Abos mit längerer Laufzeit verringern die Kosten.

Badoo App - Erfahrungen

Keine Frage, die technische Umsetzung ist gelungen. Die App ist nicht nur für Android und iOS, sondern auch für das weniger verbreitete Windows Phone erhältlich. Die Bewertung der Nutzerprofile ist hingegen ein zweischneidiges Schwert: Denn auf der einen Seite lassen sich einige Profile schon dadurch verifizieren, dass gemeinsame Facebook-Freunde vorhanden sind – hier wird es sich kaum um Fakes handeln. Über die große Mehrzahl lässt sich das allerdings nicht ohne weiteres sagen: Aufgrund von Profilbild und -Angaben ließen sich schon beim ersten durchsehen viele Fakes erkennen. Eindeutig entlarvt ist ein solches Fake-Profile aber, wenn bereits die ersten Nachrichten zum Besuch eines anderen Dating-Portals einladen. Badoo sollte im eigenen Interesse wirksam gegen derart gefälschte Profile vorgehen. Teilweise wieder kompensiert wird dieser Umstand allerdings durch die hohe Anzahl an Mitgliedern, sodass sich auch in der Nähe immer wieder ein Flirtkontakt findet. Typisch ist die Alters- und Geschlechtsstrukur: registriert sind mehr Männer als Frauen, das Alter liegt zumeist zwischen 20 und 30.

Fazit & Gesamturteil

Das Konzept ist interessant: Anhand von Bildern und Profilangaben werden Flirtkontakte bewertet. Die Vorsortierung verhindert überflüssige Konversationen, gerät aber dennoch nicht ganz so oberflächlich wie bei manchem Konkurrenten. Auch die technische Umsetzung und die Einbeziehung des Standorts sind nicht zu bemängeln. Kritik muss sich dagegen die kostenpflichtige Version gefallen lassen: Selbst ein Premium-Account ermöglicht keinen unbegrenzten Zugriff. Außerdem sind zweifellos viele Fakes im insgesamt sehr großen Nutzerkreis zu finden. In einigen Fällen kann aber fast mit Sicherheit von einem echten Kontakt ausgegangen werden, denn die Freundeslisten der Facebook-Freunde werden ebenfalls auf Gemeinsamkeiten untersucht. Eine gewisse Skepsis vorausgesetzt, kann Badoo somit überzeugen.

 

Quelle: badoo.com| © Fotos: Screenshots badoo.com

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