( 3,8 von 5 Sternen)

Jaumo App

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Unser Testergebnis

  • Einfacher Einstieg
  • Zertifizierter Datenschutz
  • Umfangreiche Profilangaben
  • Wenige Fakes
  • Vergleichsweise kleine Nutzerbasis
  • Aufdringliche Push-Nachrichten

Anzahl der Mitglieder

4.000.000

Verhältnis Mann/Frau

Altersstruktur

Allgemeine Qualität

Kundendienst

Anmeldung

Viele Nutzer wollen sich eine App zunächst erstmal anschauen, ohne einen langen Registrierungsprozess über sich ergehen zu lassen. Bei Jaumo genügt ein Facebook-Account, um direkt loszuflirten. Nicht einmal das Ausdenken eines Nicknames ist notwendig, denn die App kreiert aus dem Facebook-Vornamen und dem Geburtsjahr selbstständig eine Account-Bezeichnung Weiterhin ist es aber möglich, das Profil relativ umfangreich auszufüllen. Eine Besonderheit zum Thema Anonymität sei noch erwähnt: Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten handelt es sich um eine deutsche App, die hierzulande hinsichtlich des Datenschutzes vom TÜV zertifiziert wurde.

Kostenlose Services

Angezeigt werden potenzielle Dates vergleichbaren Alters, die sich in der Nähe der aktuellen Lokation befinden. Dafür wird ganz einfach die Standortbestimmung des Smartphones genutzt. Nach dem Tinder-Prinzip wird das Profil als attraktiv bewertet – oder eben nicht. Ist Ersteres der Fall, können sich beide Flirtpartner im Falle eines Matches gegenseitig Nachrichten schicken. Nur in Details unterscheidet sich Jaumo vom offensichtlichen Vorbild: Das Profil kann wesentlich umfangreicher ausfüllt werden; so lassen sich auch Beruf und Bildungsstand eintragen. Vordergründig handelt es sich nur um ein Detail, doch daran lässt sich bereits erkennen, dass sich bei Jaumo eher Nutzer mit ernsten Absichten tummeln. Außerdem interessant ist der „Online-Radar“, bei dem sich alle derzeit online befindlichen Anwender in einer Übersicht anzeigen lassen, wobei automatisch nach Entfernung aufsteigend sortiert wird. Auch in einem anderen Feld hat man sich glücklicherweise an Tinder ein Vorbild genommen: Praktisch alle Funktionen von Jaumo sind kostenlos.

Kostenpflichtige Services

Der Umfang der kostenpflichtigen Funktionen ist ausgesprochen übersichtlich, was den meisten Nutzern gefallen dürfte. Wer bereit ist, für die App zu zahlen, kann auf Werbung verzichten. Außerdem ist es möglich zu erkennen, ob eine versendete Nachricht bereits vom Empfänger gelesen wurde. Ob das die 4,99 Euro monatlich wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Test zeigte allerdings auch bei der kostenlosen Variante keine nervigen Werbebanner, die die Premium-Mitgliedschaft sinnvoll erscheinen lassen würden.

Jaumo App - Erfahrungen

Die wichtigste Voraussetzung für ein gutes Flirt-Erlebnis stellt eine große Nutzerbasis dar – und zumindest bei der Anzahl der aktiven Nutzer hapert es bei Jaumo ganz offensichtlich. Gemessen daran, dass es sich eher um eine der unbekanntere Anbieter handelt, ist die Zahl der User aber dennoch recht beachtlich. Ob allerdings wirklich alle Nutzer wie beschrieben online sind, ist fraglich – hier scheint teilweise getrickst zu werden. Denn bei diversen Usern wird angezeigt, dass sie seit mehreren Stunden dauerhaft aktiv sind, was angesichts der Kurzweile der App eher unwahrscheinlich ist. Dass es sich mutmaßlich um eine der weniger frequentierten Apps handelt, wirkt sich aber auch positiv aus: Der Test offenbarte keine offensichtlichen Fakes. Was allerdings auffiel, war die hohe Anzahl an Personen, die nach eigenen Angaben nur nach Freunden Ausschau halten. Außerdem unterscheidet sich die Altersstruktur etwas; so sind häufiger auch Mitglieder über 30 Jahren zu finden. Negativ: In den Standard-Einstellungen nervt die App durch aufdringliche Push-Nachrichten, die sogar über User in der Nähe informieren. Wer sich in Ballungszentren bewegt, wird mit einem ständig vibrierenden Smartphone belohnt. Die App als solches wurde routiniert und technisch einwandfrei gestaltet und gleicht einigen Konkurrenten wie Badoo fast bis auf Haar. Schade: User von Windows Phone müssen sich mit der Anzeige im mobilen Browser begnügen.

Fazit & Gesamturteil

Jaumo spricht von vier Millionen Mitgliedern – was sich nicht überprüfen, aber durchaus anzweifeln lässt. Der Test ergab, dass das Angebot in direkter Nähe eher übersichtlich ausfällt; viele Nutzer sind also anscheinend nicht mehr aktiv. Wer mit der kleinen aber feinen Gesellschaft leben kann, findet fast nur Vorzüge: TÜV-zertifizierter Datenschutz und derart wenige Fakes bieten die Wettbewerber kaum. Außerdem lassen sich fast alle Funktionen kostenlos nutzen, die Premium-Mitgliedschaft ist in jedem Fall verzichtbar. Dass sich die App durch ständige Push-Nachrichten allerdings in den Vordergrund stellt, erscheint etwas nervig. Außerdem ist eine Windows Phone App derzeit weder verfügbar, noch in Planung.

 

Quelle: jaumo.com | © Fotos: Screenshots jaumo.com

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