( 4 von 5 Sternen)

Zoosk App

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Unser Testergebnis

  • App mit vielen Funktionen
  • Wenige Fake-Profile
  • Für langfristige Affären geeignet
  • App für Windows Phone erhältlich
  • Kostenloser Account kaum nutzbar
  • Premium-Account teuer
  • Geringe Nutzerbasis in Deutschland

Anzahl der Mitglieder

33.000.000

Verhältnis Mann/Frau

Allgemeine Qualität

Kundendienst

Anmeldung

Der erste Eindruck erscheint vertraut: Nach der Installation ist direkt ein Log-in mit einem Facebook- oder Google-Account möglich. Danach kann aber nicht unmittelbar losgeflirtet werden, erst müssen Neulinge noch eine Reihe von Fragen beantworten. Raucher? Sind Kinder vorhanden? Wie sind der Bildungsabschluss, die Größe und der Körperbau? Die App will einiges wissen, belohnt diese Angaben aber zunächst nicht – umgekehrt sind die Profile der anderen Nutzer nicht einsehbar. Natürlich kann sich auch registrieren, wer den sozialen Netzwerken bisher ferngeblieben ist. Nach dem eigentlichen Prozess der Anmeldung folgt ein Tutorial, welches dem Anwender die wichtigsten Funktionen der eigentlich selbsterklärenden App nahebringt. Aus datenschutzrechtlicher Sicht zu begrüßen: Selbst wenn eine Anmeldung über das Facebook-Profil stattfindet, wird das dortige Profilbild nicht ungefragt übernommen. Die Facebook-Anmeldung wird allerdings als eine Art der Verifizierung des Accounts angesehen.

Kostenlose Services

Prinzipiell ähneln die Funktionen von Zoosk anderen Apps dieser Tage: In dem sogenannten Karussell lassen sich Fotos der anderen Mitglieder ansehen. Die dazu gestellte Frage („Willst du sie treffen?“) ist einfach, die Antworten sind es nicht unbedingt: Denn abgesehen von Ja und Nein kann auch „Jein“ angegeben werden, was auch immer damit ausgesagt werden soll. Möglich ist dies aber nur, wenn bereits selbst ein Foto hochgeladen wurde. Prinzipiell ist nicht dagegen einzuwenden, dass nur jene Daten von anderen Nutzern abgerufen werden können, die auch selbst preisgegeben werden. Der Haken liegt bei Zoosk aber darin, dass nicht einmal rudimentäre Funktionen ohne Bezahlung zur Verfügung stehen. Selbst das Verfassen von Nachrichten ist nur mit einem Premium-Account möglich. Letztlich beschränkt sich die kostenlose Nutzung darauf, die eigene Neugier zu stillen und zu schauen, wer in der Nähe flirtwillig ist.

Kostenpflichtige Services

Die App kann prinzipiell ziemlich viel: Potenziellen Dates lässt sich „zuzwinkern“ um Sympathie zu bekunden. Außerdem können auch Mitglieder angezeigt werden, die das eigene Profil als attraktiv bewertet haben. Der private Chat ist mithilfe eines Premium-Accounts ebenso möglich. Viele Nutzer werden den allerdings nie zu Gesicht bekommen, denn nur wenige werden bereit sein, die Kosten in Höhe von 29,99 Euro monatlich zu zahlen. Eine 6-monatige Mitgliedschaft senkt die Gebühren zwar auf moderatere 14,99 Euro je Monat, die lange Bindung gefällt aber sicher nicht jedem.

Zoosk App - Erfahrungen

Zoosk bezeichnet sich selbst als Dating-App Nummer 1 auf dem Markt. Gerechtfertigt wird das wenig originelle Eigenlob durch die angeblich einzigartige Verhaltens-Matchmaking-Technologie. Was Zoosk hier aber so anders macht als die mittlerweile ebenso starke Konkurrenz, bleibt wohl das Geheimnis der Amerikaner. Denn letztlich läuft es darauf hinaus, Bilder anderer Nutzer zu bewerten. Der quasi-Zwang zur teuren Premium-Mitgliedschaft hat aber je nach Nutzerkreis nicht nur Nachteile. Jüngere Flirtwillige bleiben ebenso wie Fakes außen vor. Schwierig zu bewerten sind die Angaben zur Anzahl der Mitlieder. Zwar stehen Zahlen von 30 Millionen Nutzern im Raum, die meisten dürften sich aber in den USA befinden. So ist es auch kaum hilfreich zu wissen, dass die App hinter Badoo global auf dem zweiten Platz steht. Der Praxistest in einem deutschen Ballungsgebiet offenbarte ein spärliches Angebot, viele Vorschläge waren rund 100 km entfernt. Perfekt: Die App läuft schnell, ist übersichtlich und neben iOS und Android auch für Windows-Phone-Nutzer erhältlich.

Fazit & Gesamturteil

Auf dem ersten Blick ist Zoosk eine Dating-App wie Tinder, Badoo und Co. Aufgrund von Profilbildern und der Nutzung von Standortinformationen werden potenzielle Dates arrangiert. Doch die weitere Verwendung der App offenbart schnell, dass der Vergleich hapert. Denn zum einen werden mehr Daten zur eigenen Person abgefragt, zum anderen ist die Premium-Variante der App zwingend notwendig – und teuer. Das mag zunächst nachteilig klingen, lockt aber vor allem Singles jenseits der 25, die ernsthafte Absichten in Hinblick auf eine Partnerschaft verfolgen. Außerdem wird Zoosk auch für Windows Phone angeboten, was die App noch einem ganz anderen Personenkreis erschließt. Negativ ist die – trotz anders lautender Angaben des Unternehmens – zumindest in Deutschland relativ kleine Nutzerbasis. Unter den genannten Voraussetzungen ist die App aber zweifelsohne eine Empfehlung wert.

Quelle: zoosk.com | © Fotos: Screenshots zoosk.com

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