Libidoverlust bei Frauen – Was tun, wenn die Lust ausbleibt?

Sexuelles Verlangen, die Lust nach Sex und die Begierde nach Zärtlichkeiten, das alles meint man, wenn von der Libido gesprochen wird. Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Verlangen nach körperlicher Nähe, manche hätten am Liebsten gerne täglich Sex, anderen reicht einmal in der Woche, oder im Monat völlig aus. Doch was ist normal und ab wann spricht man von Libidoverlust? Welche Ursachen gibt es dafür, wenn Frau keine sexuelle Lust mehr verspürt? Und vor allem, was kann Frau dagegen tun?

Was ist Libidoverlust?

Libidoverlust ist nicht, wenn sexuelles Verlangen über ein paar Wochen ausbleibt, oder die Lust auf Sex nicht so groß ist, wie die vom Partner. Wenn sich in Gesprächen mit Freundinnen herausstellt, dass diese viel öfter sexuell aktiv sind, heißt das auch noch lange nicht, dass bei einem selbst die Libido gestört ist. Von Libidoverlust wird in Fachkreisen erst gesprochen, wenn die Lust über einen langen Zeitraum von mindestens sechs Monaten ganz ausbleibt, oder immer wieder markant abnimmt. Dabei ist der Druck, unter den sich die Betroffenen setzten oft sehr groß, man kann beinahe schon von Leistungsdruck sprechen, der auch den Partner betreffen kann. Im Allgemeinen kann Libidoverlust als Sexualstörung bezeichnet werden.

Wie wirkt sich Libidoverlust auf betroffene Frauen aus?

Sexuelles Verlangen nimmt ab oder verschwindet ganz. Die Motivation sich dem Partner körperlich zu nähern ist praktisch nicht mehr existent. Sogar erotische Phantasien und Gedanken finden nicht mehr statt. Das Thema Sexualität hat keinen Stellenwert mehr im Leben von betroffenen Frauen.

Mögliche Ursachen für Unlust im Bett

Körperliche Erkrankungen wie Hormonmangel, Störungen der Hirnanhangdrüse oder der Schilddrüse und Stoffwechselkrankheiten können zu einem abgeschwächten sexuellen Verlangen führen. Psychische Krankheiten zu denen Depressionen, Burn-Out und Angststörungen zählen können auch bewirken, dass Frau keine Lust auf Zärtlichkeiten mehr verspürt. Aber auch Stress und Minderwertigkeitsgefühle können sich negativ auf den Sexualtrieb auswirken. Die Einnahme von Medikamenten wie der Antibabypille, Antidepressiva oder Beruhigungsmittel stehen ebenso in Zusammenhang mit Libidoverlust, wie Chemo-Therapien. Erziehungsumstände, negative sexuelle Erfahrungen oder Probleme in der Partnerschaft werden von Experten genauso als Ursache für Unlust anerkannt. Doch was tun, wenn die Lust auf Sex auf der Strecke bleibt?

Wie kann die körperliche Lust wiedergewonnen werden?

In festen Partnerschaften steht an allererster Stelle das Gespräch. Gemeinsam mit dem Partner kann herausgefunden werden, seit wann die Lust verschwunden ist, in welchen Situationen sich der Libidoverlust vor allem bemerkbar macht und was ein Grund für die Probleme sein könnte. Mit diesen Informationen sollte dann ein Arzt konsultiert werden. Hier kann dann entschieden werden, ob vielleicht eine psychotherapeutische Maßnahme ergriffen werden soll, oder es schon reicht, wenn regelmäßig eingenommene Medikamente ausgetauscht werden. Auch Singles, die an Unlust leiden, sollten versuchen ihr Innerstes zu erforschen, um im Gespräch mit dem Arzt darauf zu kommen, wie dem Libidoverlust entgegengewirkt werden kann. Ganz wichtig ist, sich nicht aus Scham zu verstecken und zu glauben, dass niemand helfen kann. Der erste Schritt ist, sich zu trauen, sich fachkundige Hilfe zu suchen.

Sexualität ist etwas Schönes, dass jeder Mensch für sich genießen sollte. Wenn das nicht gelingt, bleibt immer auch ein Stück Lebensqualität auf der Strecke. Deshalb lohnt es sich, die Ursachen für eingeschränkte oder verlorengegangene Begierde herauszufinden und einen Weg zu finden, wie Sex wieder zur schönsten Nebensache der Welt werden kann.

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