Offene Beziehung

Immer nur den gleichen Sexpartner? Ein Leben lang mit ein und derselben Person liiert sein? Für Viele ist dies mit dem Lifestyle der heutigen Zeit nicht mehr vereinbar. Je nach Statistik gehen zwischen 40 und 80% aller Menschen in einer Beziehung irgendwann einmal fremd. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob die offene Beziehung in diesem Fall nicht die bessere Alternative wäre.

Was ist eine offene Beziehung?

In einer offenen Beziehung entscheiden die beiden Partner, zwar zusammenzuleben, aber die Regeln der Treue etwas lockerer zu halten. Die Vereinbarungen variieren hier je nach Einzelfall und können von der Erlaubnis eines zusätzlichen Sexpartners bis zur völligen Freiheit bei der Wahl und Anzahl der Sexpartner gehen. Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, dass in einer offenen Beziehung auch ganz offen über eventuell externe Sexdates gesprochen wird. Andere Aspekte wie eine zweite parallele Liebesbeziehung scheiden hingegen aus.
Die wichtigsten Merkmale einer offenen Beziehung:

  • Das Thema Treue wird lockerer gesehen
  • Individuelle Vereinbarungen über Sexpartner außerhalb der Beziehung
  • Es wird offen über externe Sexdates gesprochen
  • Liebesbeziehungen zu anderen Personen scheiden oftmals aus

Offene Beziehung vs. Polyamory – wo liegen die Unterschiede?

Eine offene Beziehung schließt Polyamory (Liebesbeziehungen mit mehreren Personen) oftmals aus. Dies liegt vor allem an der Definitionsfrage:
Was macht eine Beziehung aus?

Wenn also jemand zwei Liebesbeziehungen hat, könnten zwar beide auch als offene Beziehungen bezeichnet werden, jedoch ergeben sich dabei oftmals Schwierigkeiten. Das normale Verständnis einer offenen Beziehung geht davon aus, dass es eine Liebesbeziehung gibt und die Partner in dieser Beziehung zusammenleben. Gelegentliche externe Sexdates beeinträchtigen dieses Zusammenleben nicht, weil es sich dabei nur um kurzzeitige Abenteuer handelt.

Ist die offene Beziehung der Beziehungstyp der Zukunft?

Es gibt in der Gesellschaft durchaus Strömungen, die das alte Bild einer monogamen Ehe für überkommen halten. Demgegenüber stehen jedoch Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass der Mensch für Polygamie nicht gemacht ist. Es liege sozusagen in unserer Natur, dass wir eifersüchtig sind, wenn unser Partner eine sexuelle Beziehung mit Anderen hat. Letztlich kann dies jeder nur für sich selbst herausfinden. Wenn beide Partner tatsächlich damit einverstanden sind und sich das Modell auch in der persönlichen Praxis als tauglich erweist, ist es eine bedenkenswerte Alternative zur Ehe und monogamen Beziehung.

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Bildernachweis:
photodune.net: ©stokkete – Relationship Difficulties – http://photodune.net/item/relationship-difficulties/3339998